„Alles wird gut. Immer wieder.“
„PolitikerInnen sind Ingenieure: Sie bauen Landebahnen für die Zukunft.“
„Was ich will: PolitikerInnen als Hebammen des Neuen.“
„PolitikerInnen sind Gärtner des Lebens. Sie kultivieren soziale Felder.“

Jeder von uns kann was. Jede und jeder! Bildungswende von unten

20.11.2014 | Matthias Strolz | Tags: , , , , , , , , , , , , , , , ,

Im Mittelpunkt der bildungspolitischen Debatte und des Schulalltags sollen die Schülerinnen und Schüler stehen. Und nicht ideologische Endlosdebatten, nicht bürokratische Gängelung, nicht Frustration. Die Talente unserer Kinder und Jugendlichen sind der wichtigste Rohstoff in unserem Land. Und diesen Rohstoff zu veredeln, das ist unsere Aufgabe und Pflicht.

Wir Menschen sind frei und gleich an Würde geboren. Das funktioniert in Österreich. Und dann geht es um die Entfaltung des Menschen. Jeder und jede von uns hat Talente. Jeder kann was. Und jeder ist dazu geboren, seine Wurzeln breit und tief wachsen zu lassen und seine Flügel zu spannen. Viel zu vielen jungen Menschen jedoch brechen wir die Flügel in unserem Schulsystem. Ihre Talente kommen nicht in die Entfaltung. Ihre Entwicklung bleibt auf der Strecke. Das müssen wir ändern.

Bildung ist der wichtigste Schlüssel zur menschlichen Entfaltung. Bildung ist ein lebenslanger Prozess der menschlichen Entwicklung, bei dem der Mensch seine geistigen, kulturellen und lebenspraktischen Fähigkeiten und seine personalen und sozialen Kompetenzen erweitert. Bildung stärkt das Potential in jedem Menschen, das eigene Leben erfolgreich zu meistern und das Leben anderer zu bereichern.

Heute und morgen treffen sich in Wien bildungsinitiative Menschen aus ganz Europa im Rahmen der Jahreskonferenz von ECNAIS (European Council of National Associations of Independent Schools) – der europäischen Dachorganisation nationaler Verbände freier Schulen. Ich war heute eingeladen, das Eröffnungsreferat zu halten. Es war ein spannender Austausch. Hier ist meine (englische) Keynote-Rede. Hier sind die Powerpoint-Folien. Ich fasse die Herausforderungen für das österreichische Schulsystem zusammen. In einem zweiten Schritt skizziere ich unsere pinken Lösungsvorschläge: Wir wollen freie Schulen für freie Menschen. Daher treiben wir das Thema Schulautonomie. Wir freuen uns, dass die anderen Parlamentsparteien sich zunehmend mehr mit unseren Vorschlägen für eine umfassende Schulautonomie auseinandersetzen und die Ministerin nun auch zu einer Fact-Finding-Mission in die Niederlande einlädt.

In einem dritten Schritt formuliere ich fünf Hypothesen: “Was ist für eine gedeihliche Weiterentwicklung und für positive Innovation im Schulwesen notwendig und hilfreich?” Unter anderem sind es ein Bewusstseinswandel seitens der Politikerinnen und Politiker sowie die Überwindung der Dualität zwischen Wettbewerb und Kooperation. Es handelt sich hier nicht um einen Widerspruch. Kooperation und Wettbewerb bilden vielmehr den Spannungsbogen unserer Lebendigkeit. Das ist conditio humana.

Schon heute darf ich zu unserer Bildungsmesse “Talent kennt keine Herkunft” am 3. Dezember von 14.00 bis 20.00 Uhr im Haus der Industrie in Wien einladen. Mit unserer überparteilichen Nationalen Initiative – Autonome Schule: Talente blühen schmieden wir an einer breiten Allianz für eine Bildungswende von unten. Es ist großartig, dass bereits im Dezember mehr als zwölf Bildungsinitiativen mit an Bord sind. Unter anderem die hervorragende Initiative Jedes Kind und Neustart Schule. Das Programm zur Bildungsmesse findet sich hier.

Die Allianz der Reformwilligen wächst jeden Tag. Klink’ dich mit ein!

druckfreundliche Ansicht